Tamy, unser Angsthase ?>

Tamy, unser Angsthase

Als Fundhund, aus dem Tierheim geholt, verständlich.
Wir gehen mit ihr auf einen Hundetrainingsplatz vom Hundesportverein Ahrensfelde, um ihr den Grundgehorsam beizubringen und das Sozialverhalten zu vermitteln und das sie auch dort von der Leine gelassen, ein ausgelassener, fröhlicher Hund mit anderen Hunden sein kann.
Um noch ein bischen mehr Hilfe für Tamy zu bekommen, rief ich im Tierheim Ladeburg- Bernau an, ob sie mir einen Hundepsychologen empfehlen können, der Tamys Angst abbauen kann.
Mir wurde der Hundetrainer des Tierheimes genannt, welcher sich Tamy anschauen wird.
Morgen sind wir mit ihm zu einer Beratungsstunde verabredet.
Eine individuelle Erziehung für Tamy mit dem Hundetrainer und mich, finde ich effektiver, als auf dem Hundetrainingsgelände mit 20 Hunden gemeinsam in einem Kreis, wo sie mehr Aufmerksamkeit dem Geschehen drumherum schenkt, als den Kommandos von mir, die für den Grundgehorsam geübt werden. Diese 2 Std. werden wir trotzdem weiterhin besuchen, denn ich meine, sie sind sehr wichtig und nützen meiner Tamy.
Aber nun erst mal sehen, was sich aus der Zusammenkunft mit dem Hundetrainer ergibt.
Die ruhigstellenden Tabletten für die Silvesternacht habe ich mir heute auch schon vom Tierarzt geben lassen. Sie sind deshalb so wichtig, weil ich nicht möchte, daß Tamy durch noch mehr Angst, vielleicht eine Herzattacke erleidet.
Die Angst zeigte sich bei ihr beim Gassigang auf der Straße, da sie wahrscheinlich kein Autoverkehr und übermäßig Geräusche kennt. Ihre Rute ist immer bis zur Brust eingeklemmt.
Alles was sich auf dem Bürgersteig bewegt macht sie schreckhaft und ängstlich. Ständiges Fluchtziehen an der Leine und dann kommt dummerweise noch dazu, daß wir vor einer Woche, am Abend, in einen Silvesterknaller, der von einem Fenster aus abgeworfen wurde, hineingelaufen sind. Ich hatte mich auch doll erschrocken.
Sie zerrte sofort in die entgegengesetzte Richtung und wollte nach Hause. Aber auch dort wird sie unruhig, wenn im Hause irgendwo gebohrt wird oder ich nehme den Staubsauger.
Sie muß noch Vieles kennenlernen und Vertrauen aufbauen.
Sie ist ja erst 1 Jahr. Wie haben viel Zeit und Liebe für sie.

4 Kommentare zu “Tamy, unser Angsthase

  1. Hunde, so scheint es mir, sind wie kleine Kinder! Man muss sie liebevoll erziehen. Wenn sie dann, wie wahrscheinlich eure Tamy, noch schlimme Erfahrungen gemacht haben, braucht es doppelte liebevolle Zuwendung. Aber, ich bin mir bei euch sicher, ihr habt Geduld und die nötige Liebe…

    Alles Gute und Danke für deinen guten Wünsche, Petra

  2. Hallo Brigitte, viel Zeit und viel Liebe ist sicher das Allerbeste, was ihr für eure Tamy tun könnt.

    Es ist schön zu lesen, wie ihr mit eurer Tamy umgeht und sie liebt.

    Einen schönen Abend wünsche ich dir, Helga

  3. Liebe Brigitte, mit einem schwer traumatisierten Hund hat man es anfangs immer sehr schwer.
    Bei unserem Blanko war es genauso. Er war halbverhungert, bis ihn die Leute vom Tierheim einfangen konnten. Monatelang scheute er vor jedem Stock, Besen, etc. zurück und geriet regelrecht in Panik, wenn z. B. Stadtarbeiter mit Schaufeln am Straßenrand zu Gange waren.
    Jetzt, nach gut einem Jahr ist er erheblich selbstbewußter und ängstlicher.
    Ich glaube, man muss einen Hund auch kommen lassen. Man muss ihm Zeit geben.
    LG Lisa

  4. Liebe Brigitte,
    danke schön für deine lieben und aufmunternden Worte! Mir gehts schon besser. Bin doch ein positiv denkender Mensch.
    Kannst du mit deinem Hund nicht in ruhigeren Gegenden Gassi gehen? Für den Anfang? Wird wahrscheinlich nicht gehen, oder?
    Das ist wirklich so schwierig wie mit einem Kind, das Schlimmes erlebt hat. Ich freue mich für deinen Tamy, dass er ein so liebevolles Zuhause bei dir gefunden hat!
    Liebe Grüße, Irmgard

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