Freude für die Freundin, Ärger für mich. ?>

Freude für die Freundin, Ärger für mich.

Das war auch so ein nieselregnerischer Tag, anno 1959.

Meine Freundin und ich sind in die Wuhlheide zur Rollschuhbahn gefahren. Es war außerhalb meiner Trainingsstunden, denn meine Freundin wollte unbedingt mal mit meinen Rollkunstlaufschuhen laufen.

Zur damaligen Zeit gab es für die Kinder nur die schmalen Eisenrollen zum Anschnallen unter die Schuhsohlen und ich hatte breite Hartgummirollen an weißen Stiefeln für den Rollkunstlauf-Sport.

Um auf der Straße mit den Kindern Rollschuh zu laufen, hatte ich auch noch die  Anschnaller, aber schon mit breiten Rädern und auch aus Hartgummi.

Da wir dorthin mit der S-Bahn und noch Laufen 1 Std. brauchten, fing es in der Zeit an zu regnen. Leider wurde daraus anhaltender, feiner Nieselregen.  Die Rollschuhbahn war feucht, aber es standen keine Pfützen drauf.

Ich ließ also trotzdem meine Freundin laufen, obwohl bei diesem Wetter der Trainer die Trainigsstunden in die Halle verlegt hätte. Ich wollte aber meiner Freundin die Freude mit meinen Kunstlaufrollschuhen zu laufen, jedoch nicht nehmen. Die Sporthalle war ja sowieso außerhalb der Trainingszeit abgeschlossen.

Kurze Zeit vor diesem Tag hatte ich Holzrollen anmontiert, die eigentlich für die Halle gedacht waren und bevor wir uns nach 2 Std wieder auf den Heimweg machen wollten, rubbelte ich die Kunstlaufschuhe und -Rollen trocken, damit ich sie in die Tasche stecken konnte.

Zu Hause dann, beim Auspacken meiner Rollschuhe bemerkte ich ein leichtes schweres Drehen meiner Holzrollen. Es kam also, wie es kommen mußte, daß die Holzrollen durch die Feuchtigkeit gelitten hatten und ich somit nicht mehr damit laufen konnte.

Also mußten erst neue Hartgummirollen bestellt werden und das dauerte einige Zeit, bis ich sie im Sportgeschäft abholen konnte. Das war sehr ärgerlich, denn ich hatte Trainingsausfall und versuchte diesen,  mit einem eingefahrenem Ersatzpaar von jemand anderem, wieder aufzuholen. Aber mit anderen Schuhen zu laufen ist gar nicht so einfach.  Ich war froh, als ich endlich  die neuen Rollen montieren konnte.

 

 

7 Kommentare zu “Freude für die Freundin, Ärger für mich.

  1. Hallo liebe Brigitte,
    ja, so ist es: man will Anderen eine Freude machen und hinterher hat man das Nachsehen.
    Aber ich hätte es auch so gemacht. Eine Freundin ist nun mal eine Freundin, für die man alles tut. Nur konntest du die Folgen nicht voraussehen.
    Nur schade, dass du nicht mehr so gut trainieren konntest.

    Viele liebe Grüße 🙂
    Traudi

  2. Deine Überschrift ist so treffend, genauso ist es oft im Leben. Des einen Freud, des anderen Leid.
    Aber schön, wenn man Freunden eine Freude bereiten kann. Da hätte ich auch nicht nein sagen können.
    Ich hatte auch Rollschuhe, bin immer auf der Betonplatten-Straße rund um den Wohnblock gefahren. Nur die Fugen zwischen den Platten, die mit Teer gefüllt waren, brachten mich zum Holpern. Im Sommer war das Teer so aufgeweicht und quoll über.
    Liebe Grüße ins verregnete Wochenende von Kerstin.

  3. Liebe Brigitte,

    ich besaß leider nie Rollschuhe! Bei uns in den Bergen war das nicht so üblich!
    Du hast es gut gemeint mit Deiner Freundin – sicherlich würdest Du es wieder so tun!
    Freude schenken macht einem ja selber Freude.
    Aber als Du mit den Rollschuhen nicht mehr laufen konntest, warst Du sicherlich traurig. Aber es gab ja wieder neue, wie du schreibst.
    1959 kam ich in die Lehre fällt mir zu diesem Jahr ein!
    Ja, und geregnet hat es immer wieder mal in den Sommern die Jahre vor diesem. Ich denke einfach, dass man, wenn man älter wird, zu sehr auf das Wetter achtet.
    Als junges Mädchen habe ich mich sogar gefreut, wenn es geregnet hat und ich vielleicht einen neuen Schirm ausführen konnte. Daran erinnere ich mich gerade!
    Bei uns in den Bergen war und ist es ja keine Seltenheit, wenn es im Juli mal schneit. Erst vor 3 Tagen erhielt ich aus meiner Heimat Bilder, auf denen schneegedeckte Berge zu sehen sind!
    Also kein Wunder, wenn es bei uns hier kalt ist!
    Trotzdem freue ich mich jetzt schon SEHR, wenn die SONNE endlich mal wieder aus dem Wolkenloch rauskommt! Wir ALLE brauchen einfach Licht und Wärme.
    Also, liebe SONNE!! Scheine!!!!!!!!! Es ist SOMMER, falls du das nicht weißt!!!!! 😆

    Liebe Brigitte, ich sage DANKE für Deine lieben Kommentare in meinem Eckchen. Mein Schatz ist wieder da und nun kann es mit kleinen Schritten aufwärts gehen!

    Liebe Grüße nach Berlin!!!

    Herzlich RENATE ♥

  4. Hallo Brigitte,
    ich wusste gar nicht, dass Du so gern und gut Rollschuh gelaufen bist – toll!

    Ja, das war natürlich ärgerlich. Du wolltest Deiner Freundin einen Gefallen tun und hattest letztendlich den Nachteil.
    Aber dafür hat sie sich gefreut 🙂

    Einen schönen Wochenstart wünsche ich Dir!
    Liebe Grüße
    Katinka

  5. Liebe Brigitte,

    das ist natürlich sehr unangenehm gewesen für dich ..zwar hast du deiner Freundin eine Freude gemacht, aber dann selbst erstmal nicht fahren können mit deinen Rollschuhen. Dennoch -sehr nett von ihr, dass du ihr den Gefallen getan hast trotz deiner Bedenken 🙂

    Rollschuhfahren mochte ich auch gern früher. Kann mich noch erinnern, daß ein größerer Nachbarsjunge mir das mit viel Geduld beigebracht hat .. Unsere Straße ging erstmal relativ steil bergab, da hatte ich anfangs Probleme. Aber ich hab’s geliebt, das Rollschuhfahren. Später kamen dann ja die Inline-Skates.

    Danke dir sehr für deine ausführlichen Erinnerungen! oh, das Beerenpflücken mochte ich auch sehr gern. Es kam natürlich immer drauf an, WAS wir gemacht haben. Schwimmengehen mochte ich zum Beispiel gerne, auch später noch. Und bei Traudi hab ich vom Märchengarten gelesen, dort war ich als kleineres Kind auch gerne. Erst später mochte ich die Ausflüge nicht mehr 😉

    Ganz liebe Grüße an dich zum Wochenbeginn,
    Ocean

  6. Hallo Brigitte,

    durch Zufall bin ich auf Deine Seite gestoßen.
    Ich habe 1974 in der Wuhlheide mit Rollkunstlauf angefangen und liebe es noch immer!

    LG Heike

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