Ein ehemaliger Mitschüler hatte mir diesen sehr passenden Spruch einst mal geschrieben:
Die Zeit ist fein wie Wüstensand; in den Händen nicht zu halten.
Glücklich ist, wer die Erinnerung als Zeitgefäß kann nutzen. ( Jörg Mohme )
KLASSENTREFFEN – Fröhlichkeit, Drink’s, Gespräche, Beständigkeit
Klassentreffen der Berliner – Nachkriegskinder ; Jhrg. 1945/46
Wir sind als ehemalige Schüler der 25. Grundschule, Berlin-Lichtenberg, zum September 1952 eingeschult worden. Mit der 6. Kl. wurde die Schule in eine Mittelschule umgewandelt. 1959 wurde aus unserer Mittelschule die 25. Oberschule im System der zehnklassigen allgemeinbildende polytechnischen Oberschulen. Mit dem Schuljahresende der 8. Kl., im Jahre 1960, verließ uns ein Teil der Mitschüler, die anderen machten weiter bis Ende der 10. Klasse. Zum Treffen werden immer alle ehem. Schüler der beiden Parallelklassen, die ab der 9. Kl. zusammengelegt wurden, wie auch die damaligen Lehrer, eingeladen.
Diese Schule ist heute eine Volkshochschule.
Als unsere Schule noch Grundschule war, hieß die Straße an der sie sich befand, Wördenstraße.Noch in der Zeit der DDR wurde diese in Paul-Junius-Straße umbenannt, so heißt sie heute noch.
25 Jahre nach der Schulentlassung aus der 10. Kl., war das erste Wiedersehen.(1987)
Danach folgten in regelmäßigen Abständen : 1992 nach 30 Jahren, 1993, 1995, 1997 und im Jahre 2000, nach 38 Jahren ein Blick in das Schulgebäude, damit ein letztes Mal unsere
Kinderzeit in uns aufleben kann, wo wir tagaus – und tagein erst mit Bleistift, dann mit Tintenfaß und Feder und später mit dem Füllfederhalter ” Lilliput ” in der Hand die Schul- und Hausaufgaben schreiben. Wir machten einen interessanten Rückblick und erinnerten uns an gute und auch weniger gute Schülergeschichten.
Es sind 40 Jahre nach der Beendigung unserer Schulzeit in’s Land gegangen.
2002 war das große -”Einschulungsjahrestag- Klassentreffen”, worüber ich berichtete.
Lehrlingstreffen – das andere Wiedersehen, Kleines Klassentreffen
Beim diesem Treffen geht es etwas ruhiger zu. Das Bedürfnis, einen netten, langen Nachmittag bzw. Abend zu verleben, ist hier nicht so ausgeprägt, Wir sind nur 8 Ehemalige der Med. Fachschule eines Ausbildungsjahrganges und unsere Ausbilderin.
Das Schüler – Klassentreffen, daß ich organisiere, brachte mich auf die Idee, so etwas auch mit meinen damaligen Lehrlingen zu machen. Gedacht — getan; Das erste Wiedersehen war 1997, nach 32 Jahren und wir befanden uns in einem unermäßlichem Glücksgefühl, daß Alle der Einladung gefolgt sind. Wir hatten nur 4 1/2 Stunden gemütlich beisammengesessen, geplaudert und gegessen, da war dann Aufbruchstimmung angesagt. 2000 und 2002 waren die nächsten Treffen, woran aber leider nicht mehr alle ehemaligen Lehrlinge Interesse zeigten. In diesem Jahr werde ich wahrscheinlich das letzte Lehrlingstreffen vorbereiten.
50 Jahre nach der Einschulung ( 1952 ) war unser Wiedersehen ein besonderer Höhepunkt, welches in einem außergewöhnlichen Tagesausflug bestand. Diese Idee umzusetzen, erforderte 9 Monate intensive Vorbereitung. Es wurde eine Kremserfahrt durch den Köpenicker Forst nach Neu – Zittau gemacht, dort Mittag gegessen und wieder langsam nach Müggelheim zurückgezuckelt. Ein Spaziergang von 15 min. führte uns in eine Gaststätte an der Krampe. Dort wurden meine Ehemaligen mit einer Überraschung konfrontiert, indem sich meine Freundin und ich, als Erstklässler zur Einschulung verkleideten. Mit blonden Perücken, Zöpfe bzw. Rollade, weisser Bluse, Träger-Faltenröckchen, weisse Kniestrümpfe. Der originale Schulranzen, anno 1950, fehlte bei Beiden nicht. Auch ihre großen Schultüten hielten sie freudestrahlend und natürlich gefüllt, in ihrem Arm. 30 kleinere Schultüten, als Erinnerungspräsent,befanden sich in ihnen, die wiederum pralle voll mit lebenswichtigen Utensilien bestückt waren. Also: das waren Brillenputztuch, Erfrischungstuch, GEH WOHL Pflaster, ANTI FALTEN Creme, Franzbrandwein, Lutscher und einen klitzekleinen Kräuterlikör.
Nach 25 Jahren war unser erstes Klassentreffen. Darauf folgten in Abständen von 2 Jahren die nächsten.Dieses Jahr ist es wieder soweit. Voraussichtlich Mai/Juni. Dazu besuchen meine Schulfreundin und ich zuvor die Restaurants, die für unser Zusammensein am besten geeignet scheinen und testen dabei auch Essen und Getränke,um danach alles “Dingfest”zu machen. Das ist zwar ein kostspieliges aber auch sehr angenehmes Vergnügen, besonders, wenn uns nicht gleich die erste Lokalität zusagt. Aber dafür sind die Klassentreffen immer – SPITZE -.
Mein Beitrag, Treffen 1992
Die Kindheit und die Jugendzeit liegt hinter uns — recht weit.
Nun nach 30 Jahren hier getroffen erinnern wir uns—
nicht besoffen, sondern fröhlich und heiter an die “Schul- Zeitleiter “.
Die wir recht und schlecht erklommen,
in der achten und zehnten Klasse angekommen,
Zeugnis und Lehrstelle in der Hand
und damit zogen wir in`s Land.
Lehre, Beruf, Familie wurden wichtig
und somit stehen wir im Leben- Ganz richtig!
Ein jeder von uns hat vieles erlebt,
was im Beruf`s- und Familienleben die Seele bewegt.
Doch trotzdem können wir sagen: In all den vergangenen Jahren
sind wir getrennt und trotzdem gemeinsam gefahren
in ein Ziel von” Raum und Zeit” und das 35. Jubiläum ist nicht mehr weit.