08.01.2012
Den weißen Winter sehe ich nur…
… auf dem Bildschirm und bin versunken im TV-Tiefschnee.
Bei den Übertragungen und den Berichterstattungen der Wintersportdisziplinen, dachte ich bei der Eisschnelllauf- EM, an die Eisschnelllaufschuhe meines Vaters, der diese Sportart als Junge und Jugendlicher ausübte und seine Schuhe bei meinen Pflegeeltern immer im Bettkasten unserer Couch lagen.
Außerdem hatten sie auch noch von meinem Vater den weiß-schwarzen Woll-Rollkragenpullover aufgehoben.
Immer wenn meine Pflegemutter den Couchkasten säuberte, bestaunte ich als Kind die schönen Schlittschuhe mit den langen, scharfen Kufen und träumte davon, diese mal zu benutzen.. Mein Vater hatte Schuhgröße 41 und ich dann mit 16 Jahren die 39.
Diese Schlittschuhe wurden also wahrscheinlich von meinen Pflegeeltern jahrelang als Erinnerung an ihren Neffen-Ziehsohn, aufgehoben, in der Hoffnung, er käme als Soldat nach Kriegsgefangenschaft in England, wieder zu ihnen nach Deutschland zurück. Aber er blieb in London.
Mein Vaters Pullover trug ich dann als 13-jährige beim Roll- und Eiskunstlauftraining. Die Eisschnelllaufschlittschuhe konnte ich mit 16 Jahren das erste Mal ausprobieren. Natürlich waren mir die Schuhe zu groß und so mußte ich 2 Paar dicke Wollsocken anziehen und 2 Paar Filzsohlen in die Schuhe legen. Damit ging das Laufen gut.
Die echt ledernen Kufenschoner der Eisschnelllaufschienen hatte mein Vater schon einige Jahre zuvor für meine Eiskunstlaufschienen verkürzt und somit umfunktioniert.