Unsere Sorge um SchwieMu ?>

Unsere Sorge um SchwieMu

Zur Erklärung; SchwieMu hat eine Bekannte, die bei ihr in der letzten Zeit bis zu dreimal täglich nach dem Rechten sah. Sie kauft für SchwieMu ein, fährt sie mit dem Rollstuhl zu den Arztterminen und besorgt auch aus der Apotheke ihre Medikamente. Die Dame wird von der SchwieMu privat auf Stundenbasis bezahlt. Einen Med. Pflegedienst hat sie stets abgelehnt. Sie möchte keine fremden Personen in ihrer Wohnung haben. Außer der Dame hat SchwieMu noch einen Herren, ein langjähriger Bekannter, der ihr die Wohnung sauber hält, welcher ebenfalls von ihr privat finanziert wird.

Durch den verschlechterten Zustand meiner SchwieMu, sie trinkt zu wenig und ißt kaum was, hat sie leider dadurch Kräftemangel und liegt seit einer Woche im Bett. Ein Arztbesuch wurde gemacht und einige Tage danach nochmal telefonisch eine Arztkonsultation von der betreuenden Dame. Der Arzt sagte zu ihr, meine SchwieMu solle gut trinken, aber das wenige oder gar nicht essen, wäre nicht so schlimm, so wurde es mir von der Dame telef. übermittelt.

Ich telefonierte jeden Tag mit SchwieMu und erkundigte mich bei der betreuenden Dame, wie es der SchwieMu geht und es wurde mir geantwortet, es geht ihr schon besser. Leider wurde ich aber nur beruhigt, denn am Donnerstag Abend rief die betreuende Dame bei uns zu Hause an und fragte mich, ob ich sie doch mal am Wochenende vertreten kann, da sie noch andere Ältere betreut und sie mal eine Entlastung benötigt. Ich willigte für das eine Mal für Freitag, Samstag und Sonntag zu jeweils 17 Uhr ein. Die tägl morgens und mittags Versorgung übernahm sie mit Tablettengabe, Essen und Trinken.

Ich war aber schon Freitag um 15.30 Uhr bei der SchwieMu und verabschiedete dann die Dame ins Wochenende. Tablettenschachteln standen alle auf dem Tisch und von der Dame beschriftet, wie die Tabletten eingenommen werden.

Schon beim Anruf bei uns zu Hause, sagte die betreuende Dame mir, daß sie um ca 12 Uhr den Ärztlichen Bereitschaftsdienst gerufen hatte.

Schon seit 14 Tagen redete ich auf sie ein, für meine SchwieMu den Notarzt zu holen, da sie eine ordentliche, medizinische Rundumversorgung braucht. Nun hat sich der Zustand extrem verschlechtert. Sie konnte sich nicht mehr sprachlich deutlich artikulieren und hatte eine geschwollene Wange und Schmerzen, sowie eine leicht blutunterlaufene Schläfe.

Der Bereitschaftsarzt war sehr ungehalten davon, daß ich allein bei meiner SchwieMu war und nicht die betreuende Dame mit dabei, denn ich konnte ihm ja gar nichts weiter über die Medikation sagen. Meine SchwieMu hielt sich immer mit medizin. Befunden und ärtzl. Aussagen zu mir zurück.

So rief der Arzt bei der betreuenden Dame an und schimpfte mit ihr sehr heftig. Er fragte sie nach ihrer Qualifikation und sie mußte es verneinen. Er rügte den schlechten Zustand meiner SchwieMu und das Versäumnis des Hausarztes, daß SchwieMu keine Versorgung durch den Med.- Pflegedienst hat.

Mutter wurde dann durch den Bereitschaftsarzt in die Klinik eingewiesen. Dort bekam sie durch den Venentropf Flüssigkeit, Schmerzmittel und Antibiotikum.

Die Dicke Wange ist eine Ohrspeicheldrüsenentzündung durch zu wenig Trinken und dazu kommt noch eine Hefepilzentzündung in der Mundhöhle.

Am Samstag, 15.30 Uhr, war ich bei ihr und da war das Sprechen wieder normal, hat halt nur ein sehr dünnes Stimmchen und war auch bei klarem Verstand.

Heute werde ich zu 14 Uhr bei ihr sein.

 

 

2 Kommentare zu “Unsere Sorge um SchwieMu

  1. Liebe Brigitte, für deine Schwiegermutter ist es ein grosses Glück, dass du und der Bereitschaftsarzt alles in die Wege geleitet habt, was dringend notwendig war. Da scheint wohl einiges nicht gut gelaufen zu sein. Ich hoffe, dass nun auch der Hausarzt eine dem gesundheitlichen Zustand entsprechend angepasste, qualifizierte Pflege anordnet. Ältere Menschen können oft ihre Fähigkeiten selber nicht mehr richtig einschätzen und lehnen auch aus Angst vor Veränderungen die notwendige Unterstützung ab. Man steht immer zwischen dem Herzen (ihnen den Willen zu lassen) und dem Verstand (Schutz vor Risiko). Und obwohl es nicht einfach, aber manchmal notwendig ist, muss man hin und wieder ein Machtwort sprechen. Vom Arzt wird das leider oft besser akzeptiert, als von Verwandten. Ich wünsche dir von Herzen alles Gute während dieser schwierigen Zeit. Herzlich, Silvia

  2. Ach je, dass klingt besorgniserregend. Es müsste doch Pflegestufe für die Schwiegermutter beantragt werden, dann bekommt sie auch Geld für die Pflege. Und es kommt geschultes Personal.
    Ich lese gleich mal weiter bei dir.

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